Wie konnten Donald Trump und die AfD zu solchen politischen Kräften werden? Und warum scheint die westliche Gesellschaft immer tiefer in Polarisierung, Ressentiment und gegenseitige Verachtung zu geraten?
Ken Wilber sucht die Ursachen nicht allein in Wirtschaft, Migration oder Parteipolitik. Er richtet den Blick auf die tieferen sozialen und psychologischen Mechanismen unserer Kultur. Sein Ausgangspunkt: Die gesellschaftlichen Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte haben neue Formen von Freiheit, Gleichberechtigung und Vielfalt hervorgebracht – zugleich aber auch einen moralisch aufgeladenen Kulturkampf, in dem Andersdenkende zunehmend ausgegrenzt und ganze gesellschaftliche Gruppen nicht mehr gehört, sondern etikettiert werden. Aus Ausgrenzung entsteht Ressentiment, aus Ressentiment Gegenidentität – und schließlich politische Revolte.
Wilber zeigt, wie der ursprünglich befreiende Pluralismus der postmodernen Kultur in Relativismus, Identitätspolitik und Polarisierung umschlagen kann – und warum die Antwort darauf nicht in einer Rückkehr zu alten Ordnungen liegen kann. Stattdessen plädiert er für den nächsten Entwicklungsschritt: eine integrale Perspektive, die unterschiedliche Werte, Lebenswelten und gesellschaftliche Entwicklungsstufen wieder miteinander ins Gespräch bringt, anstatt eine Seite gegen die andere auszuspielen.
Ein Buch über Trump und die AfD – aber vor allem über die Frage, wie eine gespaltene Gesellschaft ihre Gegensätze überwinden und wieder zu einem gemeinsamen gesellschaftlichen Horizont finden kann.
Übersetzt von Michael Habecker
Wie konnten Donald Trump und die AfD zu solchen politischen Kräften werden? Und warum scheint die westliche Gesellschaft immer tiefer in Polarisierung, Ressentiment und gegenseitige Verachtung zu geraten?
Ken Wilber sucht die Ursachen nicht allein in Wirtschaft, Migration oder Parteipolitik. Er richtet den Blick auf die tieferen sozialen und psychologischen Mechanismen unserer Kultur. Sein Ausgangspunkt: Die gesellschaftlichen Fortschritte der vergangenen Jahrzehnte haben neue Formen von Freiheit, Gleichberechtigung und Vielfalt hervorgebracht – zugleich aber auch einen moralisch aufgeladenen Kulturkampf, in dem Andersdenkende zunehmend ausgegrenzt und ganze gesellschaftliche Gruppen nicht mehr gehört, sondern etikettiert werden. Aus Ausgrenzung entsteht Ressentiment, aus Ressentiment Gegenidentität – und schließlich politische Revolte.
Wilber zeigt, wie der ursprünglich befreiende Pluralismus der postmodernen Kultur in Relativismus, Identitätspolitik und Polarisierung umschlagen kann – und warum die Antwort darauf nicht in einer Rückkehr zu alten Ordnungen liegen kann. Stattdessen plädiert er für den nächsten Entwicklungsschritt: eine integrale Perspektive, die unterschiedliche Werte, Lebenswelten und gesellschaftliche Entwicklungsstufen wieder miteinander ins Gespräch bringt, anstatt eine Seite gegen die andere auszuspielen.
Ein Buch über Trump und die AfD – aber vor allem über die Frage, wie eine gespaltene Gesellschaft ihre Gegensätze überwinden und wieder zu einem gemeinsamen gesellschaftlichen Horizont finden kann.
Übersetzt von Michael Habecker